Intro

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Einzug

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Vertiefung

Gott ruft sein Volk zusammen.

Immer schon hat Gott die Menschen zur Gemeinschaft zusammengeführt. Die Menschen erleben ihn als ihren Urgrund: Er liebt sie. Er allein ist treu. Er stiftet Gemeinschaft.

Christen erkennen in Jesus von Nazareth den Sohn Gottes, den der Vater in die Welt geschickt hat, um die Menschen erneut zusammen zu führen.

Zu Beginn küsst der Priester den Altar, Zeichen der Gegenwart Christi. Dann grüsst er die Gemeinde mit dem Kreuzzeichen und einem Wort aus dem Neuen Testament:

Der Herr sei mit euch.

Oder:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch.

Oder:

Gnade und Friede von dem, der ist und der war und der kommen wird, sei mit euch.

Die Gemeinde antwortet:

Und mit deinem Geiste.

Hier finden Sie vertiefende Gedanken zu diesem biblischen Gruss.

Besinnung: Kyrie

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Vertiefung

Allgemeines Schuldbekenntnis

Zu Beginn der Messe hält die Gemeinde inne und erkennt angesichts Gottes, dass sie Schuld auf sich geladen hat. Sie bittet Gott und alle Schwestern und Brüder im Glauben um Vergebung. Zum Beispiel mit diesem sehr alten Gebet:

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, daß ich Gutes unterlassen und Böses getan habe — ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken — durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

Herr, erbarme dich!

Die Christen erkennen in Jesus Christus ihren Retter. Er ist der Herr; der einzige Herr: der einzige, dem sie sich unterwerfen können und wollen, weil er allein gut ist. Deshalb ruft die Gemeinde zu Beginn jeder Messe Christus an. Ihm wollen sie folgen. Dies Rufe werden meist gesungen, oft auf Griechisch: Kyrie eleison – Herr, erbarme dich!

Taufgedächtnis

In der Sonntagsmesse kann auch das Taufgedächtnis an Stelle des Schuldbekenntnisses treten. Während die Gemeinde mit Weihwasser besprengt wird, vergewissern sich alle ihrer Wurzeln: dass sie getauft sind und damit ein für allemal zum barmherzigen Gott gehören. Und dass sie den Geist der Umkehr erhalten haben.

Gotteslob: Gloria

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Vertiefung

Am Sonntag und an Festtage wird nun die Grösse Gottes besungen. Das Gloria erinnert an den Gesang der Engel in der Weihnacht: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade.“ Eine Fülle von grossartigen musikalischen Vertonungen, vom einfachen Gemeindelied bis zu den grossen klassischen Kompositionen für Chor und Orchester, zeugen vom Bedürfnis, Gott für seine Wohltaten zu loben und zu danken:

Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
den Menschen seiner Gnade.
Wir loben dich,
wir preisen dich,
wir beten dich an,
wir rühmen dich und danken dir,
denn groß ist deine Herrlichkeit:
Herr und Gott, König des Himmels,
Gott und Vater, Herrscher über das All,
Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus.
Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,
du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
erbarme dich unser;
du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
nimm an unser Gebet;
du sitzest zur Rechten des Vaters:
erbarme dich unser.
Denn du allein bist der Heilige,
du allein der Herr,
du allein der Höchste:
Jesus Christus,
mit dem Heiligen Geist,
zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.
Glória in excélsis Deo
et in terra pax hominíbus
bonae voluntátis.
Laudámus te,
benedícimus te,
adorámus te,
glorificámus te, grátias ágimus tibi
propter magnam glóriam tuam,
Dómine Deus, Rex caeléstis,
Deus Pater omnípotens.
Dómine Fili unigénite, Iesu Christe,
Dómine Deus, Agnus Dei, Fílius Patris,
qui tollis peccáta mundi,
miserére nobis;
qui tollis peccáta mundi,
súscipe deprecatiónem nostram.
Qui sedes ad déxteram Patris,
miserére nobis.
Quóniam tu solus Sanctus,
tu solus Dóminus,
tu solus Altissimus,
Iesu Christe,
cum Sancto Spiritu :
in glória Dei Patris. Amen.
   

Tagesgebet

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Vertiefung

„Lasset uns beten.“ So fordert der Priester die Gemeinde zum Gebet auf. In einem Moment der Stille lassen alle ihre persönlichen Anliegen, die sie auf dem Herzen haben, aufsteigen. Der Priester „sammelt“ alle diese individuellen Gebete und trägt sie vor Gott. 


Intro Wort des Lebens

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Leseordnung?

Wer sucht eigentlich die Bibeltexte für den Gottesdienst aus?

Es gibt eine sogenannte Leseordnung. Danach werden weltweit in allen katholischen Sonntagsmessen (eigentlich auch werktags) jeweils die gleichen Bibelstellen verkündigt. Alle Feiernden, also auch der Prediger, lassen sich von einer durchdachten Verteilung der wichtigen Bibelstellen über drei Jahre auf eine kontinuierliche Betrachtung des Wortes Gottes ein.

Lesung Altes Testament

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Vertiefung

Die Lesungen aus der Bibel berichten vom heilenden Handeln Gottes an den Menschen vor langer Zeit. Aber Gott ist treu. Er will auch heute genau so an uns handeln. Deshalb sind diese Lesungen Zuspruch der Gegenwart Gottes auch heute.

Der Wortgottesteil der Sonntagsmesse beginnt mit einer Lesung aus dem Alten Testament. Sie wird von einer Lektorin oder einem Lektor gelesen. Das sind Leute aus der Gemeinde, die Freude an der Bibel haben und eine Ausbildung fürs Vorlesen gemacht haben.

Mit dem Alten Testament bezeichnen die Christen jene Bücher der Bibel, die wir mit dem Volk Israel, den Juden, grösstenteils gemeinsam haben. Es sind 46 Bücher aus verschiedenen Jahrhunderten vor der Zeit Jesu Christi.

Die wichtigsten fünf dieser Schriften sind die sogenannten Bücher Mose, auch Tora genannt. Sie enthalten die Urgeschichte: die Erzählungen von der Erschaffung der Welt, der Urväter des jüdischen Glaubens, Abraham, Isaak, Jakob, aber auch die Erzählung der Sintflut, der Befreiung des Volkes aus der Knechtschaft in Ägypten unter der Führung des Mose und die Gesetzgebung der 10 Gebote am Sinai.

Die sogenannten Geschichtsbücher enthalten die Erzählungen über die Beziehung und Treue Gottes zu seinem Volk Israel über mehrere Jahrhunderte, z.B. das Königtum von David.

Immer wieder traten Menschen auf, die Ungerechtigkeiten anprangerten, an die Gebote Gottes erinnerten oder dem Volk in schweren Zeiten Mut machten. Ihr segensreiches Eintreten weist darauf hin, dass der Geist Gottes sie inspiriert hat. Sie werden deshalb Propheten genannt. Die wichtigsten heissen Jesaja, Jeremia, Ezechiel und Daniel.

Schliesslich gibt es eine Gruppe Bücher, die oft unter dem Titel Weisheitsliteratur zusammengefasst werden. Unter ihnen ragt das Buch Hiob heraus, worin die schmerzliche Frage nach dem Leiden gestellt wird.

Die ganze Bibel online finden Sie hier.

Psalm

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Vertiefung

Das Buch der Psalmen gehört ebenfalls zum Alten Testament. Es enthält 150 Psalmen. Das sind verschiedene Gebete; Klage-, Bitt-, Dank-, Wallfahrtsgebete oder gar Loblieder. Alle menschlichen Gemütslagen kommen darin vor. Der Psalter, wie das Buch der Psalmen auch genannt wird, ist der Gebetsschatz der Juden und der Christen.

Zwischen den Lesungen der Messe wird aus den Psalmen vorgesungen. Entweder solistisch durch einen Kantor, eine Kantorin, wobei die Gemeinde ein Kehrvers dazwischen singt, oder die ganze Gemeinde singt ein Lied, dessen Text von den Psalmen inspiriert ist.

Die Psalmen kommen in allen Gottesdienstformen vor (z.B. im Morgen- und Abendgebet, den Laudes und der Vesper, bei Begräbnisfeiern usw.).

Die Psalmen online finden Sie hier.

Lesung Neues Testament

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Vertiefung

27 Briefe von Jüngern Jesu der ersten zwei Generationen an christliche Gemeinden der Urkirche sind uns überliefert.

Aus ihnen wird im Gottesdienst ebenfalls regelmässig vorgelesen, und zwar wieder von einer Lektorin oder einem Lektor. Das sind Leute aus der Gemeinde, die Freude an der Bibel haben und eine Ausbildung fürs Vorlesen gemacht haben.

Ab und zu hört man für die neutestamentliche Lesung auch die Bezeichnung Epistel-Lesung. Das ist der lateinische Ausdruck für Brief. Diese Briefe bezeugen die Einzigartigkeit der Sendung Jesu und geben Einblick in die Ursprünge der Kirche. Sie enthalten auch Ermahnungen und Ratschläge für das Gemeindeleben. Die meisten dieser kostbaren Briefe verdanken wir dem Apostel Paulus und seinen Schülern.

Die ganze Bibel online finden Sie hier.

Evangelium

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Vertiefung

Evangelium ist griechisch (die Sprache, in der die Schriften des Neuen Testaments verfasst wurden) und heisst: Frohe Botschaft. Matthäus, Markus, Lukas und Johannes haben uns eine je eigene Version der Frohen Botschaft Jesu Christi überliefert.

Jedes der vier Evangelien berichtet uns von Jesus von Nazareth als dem Sohn Gottes, dem lange erwarteten Messias, dem Gesalbten Gottes. Alle vier schildern Jesus als Wunderheiler. Als Prediger der Frohen Botschaft vom Reich Gottes mitten unter uns. Als Helfer und Beschützer der Armen und Unterdrückten. Seine Leidensgeschichte; das letzte Abendmahl, seinen Prozess, seine Hinrichtung – und seine Auferstehung von den Toten. Er lebt und ist gegenwärtig. Er identifiziert sich auch heute mit den Armen unter uns. „Was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“.

Wenn aus dem Evangelium vorgelesen wird, spricht Christus selbst zu uns. Deshalb wird die Lesung aus dem Evangelium seit jeher besonders hervorgehoben. Sie wird vorbereitet durch den Halleluja-Ruf, zu dem sich alle erheben. Oft wird das Evangelium aus einem eigenen, kostbar gestalteten Buch vorgetragen, gar gesungen, und zwar vom Diakon oder vom Priester. Auch kann Weihrauch dazu verwendet werden. All das zum Zeichen: Christus ist mitten unter uns.

Die Evangelien online finden Sie hier.

Predigt

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Vertiefung

Was heisst das alles für mich heute? Darum geht’s in der Predigt.

Sie soll aus der Fülle von Eindrücken, die ein Gottesdienst mit sich bringt, einen Aspekt herausstreichen und für unsere heutige Glaubenssituation deuten. Meistens wird in der Predigt ein Schriftwort ausgelegt. Ein Aspekt der gehörten Lesungen wird erschlossen, damit er als Wort des lebendigen Gottes für mich heute erfahren werden kann.

Thema der Predigt kann aber auch ein Element der Liturgie sein. Oder der Gehalt eines Festes im Kirchenjahr. Immer aber geht es um die Festigung und Vertiefung des Glaubens.

Die anspruchsvolle Aufgabe der Predigt innerhalb der Messfeier (man spricht auch von Homilie) ist dem Bischof, dem Priester und dem Diakon anvertraut. In einigen Diözesen dürfen ausnahmsweise auch bischöflich beauftragte Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten predigen. 

Intro Bekenntnis

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Glaubensbekenntnis

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Vertiefung

An die Predigt schliesst sich in der Sonntagsmesse das Glaubensbekenntnis an. Das Credo – vom ersten Wort in der lateinischen Fassung: ich glaube – ist weder Gebet noch Loblied. Es drückt den gemeinsamen Glauben der zum Gottesdienst Versammelten aus. Das ist weit zu verstehen: der gemeinsame Gottesglaube aller zum Gottesdienst versammelten Christen sonntäglich weltweit und heute, gestern und morgen.

Nach dem Hören des Wortes Gottes (Lesungen) und seiner Auslegung für heute (Predigt) wird von der Gemeinde das Bekenntnis zum dreieinigen Gott eingefordert, auf den jeder einzelne getauft wurde: Vater (Schöpfer der Welt), Sohn (Erlöser und Herr), Heiliger Geist (die verwandelnde Kraft Gottes).

Die katholische Kirche kennt zwei offizielle Glaubensbekenntnisse. Beide stammen aus den ersten Generationen des Christentums:

Das Apostolische Glaubensbekenntnis:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Das Grosse Glaubensbekenntnis:

Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Amen.

Credo?

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Fürbitten

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Vertiefung

Jetzt ist der Moment des Gebets aller für die drängenden Anliegen der Kirche und der Welt, der Allgemeinheit (deshalb heisst dieser Teil auch Allgemeines Gebet der Gläubigen).

Denn wer Gott als den Grossen, Lebendigen, Allmächtigen bekennt, darf sich auch vertrauensvoll an ihn wenden. Er hat den Menschen seine Treue zugesichert. Er hört uns in unseren Nöten.

Vertreter der Gemeinde tragen Bitten vor, alle bekräftigen sie mit einem Ruf, der sich an Gott richtet. Die Gemeinde solidarisiert sich mit der Not anderer; der Menschen um sie herum und anderswo. Anliegen der lokalen Gemeinde, der Kirche, aber auch der Notleidenden irgendwo auf der Welt werden Gott anvertraut.

Hier finden Sie Vorschläge zum Fürbittgebet für den kommenden Sonntag.


Intro Eucharistie

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Gabenbereitung

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Vertiefung

Der Mahlteil der Messfeier beginnt mit der Gabenbereitung. Brot und Wein, Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit, werden Gott geschenkt. Messdiener oder Gläubige aus dem Volk bringen sie nach vorne zum Altar. In diesen Gaben übergeben die Gläubigen symbolisch ihr ganzes Leben dem barmherzigen Gott. Denn er hat sich ganz den Menschen geschenkt in seinem Sohn Jesus Christus.

Christus ist lebendig und fortwährend gegenwärtig, vor allem wenn die Gläubigen zusammen kommen in seinem Namen. Die Gaben von Brot und Wein schenkt er uns verwandelt wieder.

Gleichzeitig mit den Gaben wird auch eine Geldkollekte eingezogen. Sie ist Ausdruck der Solidarität mit den Bedürftigen, Ausdruck des sich Verschenkens nach dem Vorbild Christi.

Der Diakon nimmt die Gaben entgegen und bereitet sie vor. Der Priester tritt an den Altar und spricht nun über Brot und Wein ein Preisgebet.

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns das Brot / den Wein, die Frucht der Erde / des Weinstocks und der menschlichen Arbeit. Wir bringen dieses Brot / diesen Wein vor dein Angesicht, damit es / er uns das Brot des Lebens / den Kelch des Heiles werde.

Wenn es laut gebetet wird, antworte die Gemeinde jeweils mit dem Ruf: Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr, unser Gott.

Der Priester bereitet sich nun mit stillen Gebeten und der Händewaschung auf das Hochgebet vor.

Dreimal heilig - Sanctus

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Vertiefung

Die Gabenbereitung wird abgeschlossen mit einem Gebet, das der Priester über den Gaben spricht.

Nun beginnt das Eucharistische Hochgebet. Eucharistie heisst Danksagung. Tatsächlich ist der ganze Mahlteil der Messfeier ein einziges, grosses Dankgebet. Es richtet sich an Gott Vater, der uns seinen Sohn gesandt hat, Jesus Christus, dessen letztem Abendmahl nun gedacht wird.

Der Priester leitet das Hochgebet ein mit einem Gebetsdialog mit der Gemeinde:

Der Herr sei mit euch. – Und mit deinem Geiste. – Erhebet die Herzen. – Wir haben sie beim Herrn. – Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott. – Das ist würdig und recht.

Er fährt fort mit der sogenannten Präfation, ein Lob- und Dankgebet, das je nach Anlass wechselt. Immer aber erinnert es an Heilstaten Gottes, für die der Priester stellvertretend für die ganze Gemeinde dankt. Es mündet in die Einladung, vereint mit den Engeln und Heiligen in den Lobgesang einzustimmen, der uns vom Propheten Jesaja bezeugt ist (Jes 6,3):

Heilig, heilig, heilig Gott, Herr aller Mächte und Gewalten. Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit.

Hosanna in der Höhe. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

In diesem Lobgesang, dem Sanctus, wird deutlich, dass Raum und Zeit relative Grenzen sind. Die Feiernden sind Teil einer viel grösseren Gemeinschaft, der Gemeinschaft der Heiligen, und zwar aller Mitfeiernden weltweit und jener der unsichtbaren Welt: Himmel und Erde kommen zusammen im Lobgesang der Herrlichkeit Gottes.

Hochgebet

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Vertiefung

Im Namen aller Mitfeiernden singt oder spricht der Priester nun am Altar das Eucharistische Hochgebet.

Der Heilige Geist wird angerufen. Er möge diese Gaben heiligen, damit sie für die Gläubigen zum Leib und Blut Christi werden gemäss der Stiftung Jesu. Das Hochgebet enthält denn auch die Worte, die er sprach, als er das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern hielt:

Am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach:

NEHMET UND ESSET ALLE DAVON: DAS IST MEIN LEIB, DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach :

NEHMET UND TRINKET ALLE DARAUS: DAS IST DER KELCH DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES, MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Die Tiefe dieses Ereignisses, dessen hier gedacht wird, wird mit dem nun folgenden Ruf der ganzen Gemeinde ausgedrückt:

Geheimnis des Glaubens: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.

Der Priester betet weiter im Namen aller. Er empfiehlt nun Gott Kirche und Welt an. Er betet für die Einheit der Kirche, repräsentiert durch jene, die das Amt der Einheit innehaben, den Papst für die Weltkirche, den Bischof für die Ortskirche und seine Mitarbeiter im priesterlichen Dienst.

Er betet weiter für die Verstorbenen und für alle Anwesenden, dass sie den Tod einst als Tor zum ewigen Leben erleben dürfen, wo sie einander wiederfinden in Gemeinschaft der Heiligen.

Das Eucharistische Hochgebet ist der spirituelle Höhepunkt der Messfeier. Der Priester kann je nach Situation aus mehreren Hochgebeten auswählen. Die hier angesprochenen Elemente kommen in jedem der Hochgebete vor. 

Ebenso mündet jedes Hochgebet in dieselbe Schlussformel, ein feierlicher Lobpreis der Grösse des dreieinigen Gottes, der vom Priester gesungen wird, während er die Brotschale und den Kelch emporhebt:

Durch ihn [Christus] und mit ihm und in ihm ist dir, Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.

Die ganze Gemeinde bekräftigt dieses Lob mit einem lauten Amen. Es ist zugleich die Bekräftigung des ganzen Hochgebets, das der Priester stellvertretend für die ganze Feiergemeinde gebetet hat.

Real gegenwärtig?

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Geheimnis des Glaubens

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Intro Kommunion

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Tisch- und Friedensgebet

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Vertiefung

Das Hochgebet mündet in die Kommunion: das gemeinsame Mahl, zu dem Christus einlädt. Es macht die Gläubigen zur weltumspannenden Gemeinschaft seines Leibes.

Im Gebet, das Jesus seinen Jüngern hinterlassen hat, beten die Christen seither um das tägliche Brot. So ist das Vater unser in der Messe gleichsam das Tischgebet, in dem um all das gebetet wird, was sein soll, wenn Menschen Leben teilen: Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer, gegenseitige Anerkennung der Würde aller, Friede, Gerechtigkeit, Solidarität, Verzeihen, Befreiung vom Bösen:

Vater unser im Himmel,

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Das anschliessende Friedensgebet macht deutlich, dass der Friede unter den Menschen Geschenk Gottes ist, dem wir uns je neu öffnen müssen. Christus ist der Friedensfürst, er hat sein Leben hingegeben für die Versöhnung der Welt.

Herr Jesus Christus,schau nicht auf unsere Sünden,sondern auf den Glauben deiner Kircheund schenke ihr nach deinem WillenEinheit und Frieden. Der Friede des Herrn sei alle Zeit mit euch. – Und mit deinem Geiste.

Kommunion

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Vertiefung

Zur unmittelbaren Vorbereitung des gemeinsamen Mahls gehört das Brechen des Brotes. Das tut der Priester nun. Er kann vom Diakon dabei assistiert werden. Dazu wird ein Begleitgesang gesungen, der diese Handlung deutet:

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt. Erbarme dich unser.

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt: gib uns deinen Frieden. (Oder ein anderer passender Gesang)

Denn was zunächst praktisch erscheint, hat eine tiefe symbolische Bedeutung. Am Brechen des Brotes erkannten die Emmaus-Jünger den auferstandenen Herrn (Lk 24,31). Jesus selbst hatte somit dem Brotbrechen einen eigenen Ausdruck verliehen. „Nehmt und esst alle davon, das ist mein Leib“ sagt er beim letzten Abendmahl zu seinen Jüngern und verteilte das gebrochene Brot. Im Zeichen des Brotbrechens wird deutlich, dass alle, die davon essen, eigentlich einen Leib bilden in Christus. Er ist das Lamm, das unschuldig geschlachtet wurde für die Sünde der Welt. Er verschenkt sich und wird zur Nahrung aller Gläubigen.

Ein solches Brotstück zeigt der Priester nun der Gemeinde und spricht dazu:

Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.

Die Gemeinde antwortet mit den Worten des Hauptmanns von Kafarnaum (Matthäus 8,8 ):

Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Es wird deutlich: Wo Gott einkehrt, da geschieht Heilung. Unverdient.

Interview

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Intro

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Segen und Sendung

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Vertiefung

Ein Gebet des Priesters schliesst die kurze Stille nach der Kommunion ab. Zum Schluss segnet der Priester die Gemeinde mit dem Kreuzzeichen:

Der Herr sei mit euch. – Und mit deinem Geiste.

Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn, und der Heilige Geist. – Amen.

An bestimmten Tagen kann der Segen auch feierlich entfaltet werden.

Der Diakon (oder der Priester) entlässt nun die Gemeinde mit dem Ruf:

Gehet hin in Frieden. Die Gemeinde antwortet: Dank sei Gott dem Herrn.

Gottesdienst ist nicht beschränkt auf das, was im Kirchenraum gefeiert wird. Das ganze Leben soll zum Gottesdienst werden. Die in der Eucharistie gefeierte Realität, dass Gott durch Jesus Christus im Heiligen Geist das Leben der Gläubigen durchdringt und formt, soll im Alltag weiterwirken. So sind denn alle Gläubigen Gesandte unter dem Zeichen des Kreuzes. Gesandt, die Frohe Botschaft Jesu Christi auf je eigene Weise in die Welt zu tragen. 


Basics

Gottesdienst

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Messe und Bibel

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Priester

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Vertiefung

Die Messe ist Wort und Antwort, Gabe und Aufgabe.

Heute ist morgen schon gestern. In der Messe aber erfahren wir Gleichzeitigkeit - den offenen Himmel über uns, offen hinein in die zeitenlose Ewigkeit.

Handlungen

Segnen

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Knien

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Beten

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Vertiefung

Im Segen wird die Lebensgeschichte eines Menschen in die Liturgie hinein genommen, die Fülle des Guten und Schweren. Das gibt Segnungen Gewicht.

 

Ins Leben eintauchen - Knien als Lebenshaltung: Es ist ein Unterschied, ob jemand zur Gartenarbeit oder zum Gebet kniet. Die Differenz liegt in der inneren Haltung des Tuns.

 

Betet ohne Unterlass. Sagt der Apostel. Nicht nur im Gottesdienst, auch im stillen Kämmerlein. Das ist nicht immer einfach. Aber wer betet, ist nie allein.

 

Glaubensfragen

Gottesbegegnung

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Trinität

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Kirchenmusik

Interview

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Königin der Instrumente

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Orgelklang

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Info

Gottesdienst ist Feier des Glaubens. Feier wichtiger biographischer Momente wie Geburt, Eheschliessung und Tod, die unter den Segen Gottes gestellt werden, und Feier im Rhythmus des Kirchenjahrs. Die angemessene Ausdrucksweise, ein Fest zu feiern, ist Musik und Gesang.

Schon immer wurde im Gottesdienst gesungen, in allen Religionen. Vom Synagogengottesdienst der Juden haben wir den Psalmengesang geerbt. Gesungen sei doppelt gebetet, heisst ein schönes Wort des Kirchenlehrers Augustinus. Tatsächlich erfahren wir die Freude, aber auch die Trauer, das Gebet inniger durch den Gesang.

Gerade für die musikalische Gestaltung der Eucharistiefeier gilt das Prinzip der gestuften Feierlichkeit: je feierlicher der Anlass desto mehr wird gesungen. Das gilt auch für Gebetsteile oder für die Verkündigung des Evangeliums.

 

Die Chorfotos im Interview mit Sandra Rupp Fischer stammen von Cantars 2011, dem Kirchenklangfest anlässlich des 125. Jubiläums des Kirchenmusikverbands des Bistums Basel. © by cantars 2011

Kirchenmusik erklingt ausser im Gottesdienst ja auch im geistlichen Konzert, das im besten Fall selbst zu einer Form von Gottesdienst werden kann.

 

Im Portrait zum Orgelklang von Hansruedi von Arx sind Ausschnitte verschiedener Stücke unterschiedlicher Epochen zu hören. Hier stehen die Angaben dazu. Aber nicht der Reihe nach, wie sie erklingen, sondern in chronologischer Folge :-)

 

D. Buxtehude (ca. 1637 – 1707)

Praeludium C-Dur

 

J. S. Bach (1668 – 1750)

a) Choralvorspiel "Ich ruf zu dir, Herr Jesus Christ"

b) Choralvorspiel "Wer nur den lieben Gott lässt walten"

 

L.-N. Cléraumbault (1676 – 1749)

Duo

 

C. Ph. E. Bach (1714 - 1788)

aus der Sonate G-moll: Allegro moderato

 

L. J. A. Lefébure-Wély (1817 – 1869)

Andante

 

L. Boëllmann (1862 – 1897)

aus der Suite gothique: Menuet gothique

 

J. Langlais (1907 – 1991)

Chant de Paix

Sakristei

Gegenstände

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Gewänder

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Allgemeine informationen

Über dieses Projekt

 

Dieses Angebot richtet sich an alle Interessierten, insbesondere junge Erwachsene oder Schüler, welche mehr über die Hauptgottesdienstform der Katholiken, die Eucharistiefeier oder eben: die Messfeier wissen wollen.

Ausgehend von Sequenzen von verschiedenen Fernsehgottesdiensten wird die Messfeier erschlossen. Dabei wird erfahrbar: die über Jahrhunderte im Wesentlichen gleich gebliebene Feierform entfaltet sich je neu und je anders.

Einfach die Clips anschauen. Die vertiefenden Erläuterungen anklicken. Expertengespräche und Back-stage-Infos suchen. Die verlinkten, weiter führenden Artikel zu einzelnen Themen auf dem Liturgieportal von www.liturgie.ch besuchen: Dem User steht eine grosse Palette an Informationen zur Verfügung, die ihm helfen sollen, den Kern der Frohen Botschaft der Nähe Gottes zu den Menschen in seinem Sohn Jesus Christus zu erahnen.

Keine Erklärung kann das Dabeisein bei einer Feier ersetzen. Auch kein Fernsehgottesdienst. Aber die-messe.org ist vielleicht ein (erster?) Schritt hin zu einem realen Gottesdienstbesuch. 

Unser Dank geht 

 

- an die Pfarreien

Dreifaltigkeit, Bern,

Herz Jesu, Lenzburg,

St. Martin, Olten,

Heilige Familie, Schönenberg - Hütten,

Ursy (FR),

St. Marien, Wädenswil,

St. Peter und Paul, Winterthur,

von wo die Gottesdienstausschnitte stammen.

Unser Dank geht auch

 

- an das Kloster Einsiedeln, die Kirchgemeinde Kerns (Kapelle St. Niklausen) und die Kirchgemeinde St. Johannes, Luzern, in deren Kirchenräumen wir zu Gast sind,

 

- an die Dompfarrei St. Gallen, deren wunderschöne Sakristei und Kirchenschatz wir durchstöbern durften,

 

- an die Kirchgemeinde Olten, wo wir bei den Chorproben (Kinder-, Jugend-, Kirchenchor) zuschauen durften,

 

- und an die Fachstelle Kirchenmusik Kanton Solothurn und seinem Leiter Hansruedi von Arx.

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Impressum

Herausgeber

Katholischer Mediendienst

Katholischer Mediendienst, Bederstrasse 76, Postfach 1860, 8027 Zürich

Tel. +41 44 204 17 70

 

Idee und Redaktion

Willi Bühler, Peter Spichtig, Charles Martig

 

Konzeption und Design

Plasmadesign Zürich

Fotografie der Kirchen: Benjamin Hofer

Kamera und Schnitt für Videosequenzen: Bernhard Stadelmann

 

Inhaltliche Beratung

Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz in Freiburg

 

© Katholischer Mediendienst, 2013

Partner

Deutschschweizer Ordinarienkonferenz (Auftrag)

Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz in Freiburg (Know How, Beratung, Texte)

Fernsehen SRF (Ausschnitte aus Gottesdiensten)

Katholische Kirche im Kanton Zürich (Beratung)

Kommission für Kommunikation und Medien der Schweizer Bischofskonferenz

 

 

 

 

 

 

 

 

Kantonalkirchen und Stiftungen

www.die-messe.org wird unterstützt von:

Katholische Kirche im Kanton Zürich

Katholischer Konfessionsteil des Kantons St. Gallen

Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Aargau

Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern

Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Basel-Landschaft

Römisch-katholische Kirche des Kantons Basel-Stadt

Römisch-katholische Kantonalkirche Schwyz 

Stiftung Agape

 

 

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Einführung

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